Durch die wachsende Komplexität der Geschäftswelt und die zunehmenden gesetzlichen Regelungen haben sich auch die Anforderungen an die Wirtschaftsprüfer geändert.

bdp ist nunmehr seit 25 Jahren auch auf dem Gebiet der Wirtschaftsprüfung tätig. Die Jahresabschlussprüfung ist dabei sicherlich die bekannteste Art der Prüfung. Aber wir führen auch regelmäßig Konzernabschlussprüfungen nach HGB und IFRS, Gründungs- und Kapitalerhöhungsprüfungen und MaBV-Prüfungen durch.

Eine weitere Tätigkeit der Wirtschaftsprüfer besteht im Team mit den Steuerberatern und Rechtsanwälten im Bereich der Due Diligence, also der Prüfungen im Rahmen von Unternehmenstransaktionen oder vor Finanzierungsrunden. Diese Prüfungen werden entweder vom Verkäufer als sogenannte Vendors Due Diligence oder vom Investor als Buy Side Due Diligence beauftragt.

Was hat sich dabei nun in den letzten 25 Jahren geändert?

Sowohl für die Unternehmen als auch für die Wirtschaftsprüfer hat die Regulierung stark zugenommen. Das HGB wurde durch diverse Gesetzesänderungen, z. B. das KonTraG (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich), BilMoG (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz) und BilRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) umgestaltet und verschärft. Hatte der § 285 HGB im Jahre 1995 nur 15 Nummern mit Anhangsangaben, so sind es heute 34 Nummern. Der Inhalt des nur für deutsche mittelgroße und große Kapitalgesellschaften pflichtgemäßen Lageberichts wurde mehrfach erweitert und ergänzt.

Aber auch für die Unternehmen ergeben sich zusätzliche Anforderungen durch die Veränderung der Märkte, die Globalisierung, die steigende Bedeutung der IT in allen Bereichen. Durch die steigende Komplexität der Geschäftswelt haben sich auch die Anforderungen an den Wirtschaftsprüfer geändert. Wurde die Wirtschaftsprüfung früher auf die Richtigkeit des Jahresabschlusses reduziert, erwarten die Mandanten heute einen Sparringspartner in allen Wirtschaftsfragen. Heute geht es um Internationalisierung, Industrie 4.0, ERP-Systeme und Ähnliches.

Viele neue Unternehmen der Bio-, Informations- und Kommunikationstechnologie strebten an den Kapitalmarkt, vorwiegend in das Börsensegment des „Neuen Markts“.

Bei vielen auch kleineren Unternehmen verbreitete sich das Modell des „Shareholder Value“, bei dem die unternehmerischen Entscheidungen im Wesentlichen auf die Erhöhung des Unternehmenswerts abzielen. Auch diese Veränderungen hatten Auswirkungen auf das Rechnungswesen und auf den Jahresabschluss der Unternehmen, worauf die Abschlussprüfer mit veränderten Prüfungshandlungen reagieren mussten.

Während in 1992 ca. 7.000 Wirtschaftsprüfer in Deutschland gemeldet waren, hat sich die Anzahl bis heute auf mehr als 14.000 verdoppelt. Ein Großteil der Wirtschaftsprüfer ist bei den - heute nur noch - Big Four angestellt. 1992 waren es noch die Big Eight, welche sich durch Zusammenschlüsse oder Auflösung auf die Hälfte reduziert haben.

Gleichzeitig wird es immer schwieriger, qualitativ hochwertigen Nachwuchs zu finden. Daher bilden wir derzeit drei Steuerfachangestellte sowie zwei Bachelor im Dualen Studium aus und bieten regelmäßig Studenten Praktikumsplätze, um ihnen einen Einblick in die Praxis des Wirtschaftsprüfers zu ermöglichen.