Bei bdp Deutschland arbeiten fast 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Steuern, Recht, Wirtschaftsprüfung sowie Unternehmensberatung.

**Wir blicken heute sehr dankbar und auch ein wenig stolz auf 25 Jahre bdp Bormann, Demant & Partner zurück. bdp hat sich in den vergangenen 25 Jahren vielen Herausforderungen und geänderten Anforderungen seiner Mandanten gestellt. Anders als so viele Wettbewerber mussten wir in all den Jahren aber niemals unseren Kanzleinamen ändern. Dies zeigt bei aller Veränderung einen Grundkonsens bei bdp, der geprägt ist von den unterschiedlichen Charakteren der Partner. Dieser bildet die Basis dafür, dass über die ganzen Jahre alle das gemeinsame bdp-Konzept mittragen konnten und gut zusammengearbeitet haben.
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Im April 1992 wurde der allererste Grundstein gelegt: Gemeinsam mit meinem Studienfreund aus der Universität Hamburg, Andreas Demant, den ich bereits 1984 als Werkstudent im Prüfungsbereich bei Ernst & Whinney (heute: Ernst & Young) kennengelernt hatte, machten ich mich als Steuerberater in Hamburg selbstständig.

Im Oktober 1992, also nur wenige Monate später, erwarben wir beide zu einem damals für uns unvorstellbar hohen Betrag von 1,2 Millionen D-Mark eine alteingesessene Hamburger Kanzlei mit sieben Mitarbeitern am Valentinskamp 88. Dort, in unmittelbarer Nähe des Gänsemarktes, blieb der Sitz der Kanzlei für viele, viele Jahre bestehen, bis bdp aufgrund einer angeordneten Kernsanierung des gesamten Hauses die Büroräume verlassen musste. Der altehrwürdige große Konferenztisch, den wir damals mit erworben hatten, steht noch heute - hübsch aufgearbeitet - in unserem bdp-Büro am Hafen im Steinhöft 5 - 7.

April 1992: Dr. Michael Bormann & Andreas Demant machen sich in Hamburg selbstständig.

Oktober 1992: Die bdp-Gründer erwerben eine Hamburger Steuerkanzlei am Valentinskamp 88.

Dezember 1992: bdp eröffnet ein erstes auswärtiges Büro in Berlin Marzahn.

Dezember 1995: bdp Berlin zieht in die Danziger Straße 64 im Prenzlauer Berg.

seit 1995: bdp Berlin wächst rasant und entwickelt sich zum größten bdp-Standort

1995: Gründung von bdp Rostock, heute Lohnkompetenzzentrum von bdp.

1996: bdp Schwerin bietet Steuer- und Rechtsberatung in der Landeshauptstadt.

2009: bdp Hamburg zieht vom Valentinskamp in die ABC-Straße 21

2009: bdp Hamburg Hafen bezieht das Haus am Hafen: Steinhöft 5 - 7

2011: bdp Potsdam nimmt unter Leitung von Christian Schütze die Arbeit auf.

2011: bdp Dresden repräsentiert bdp in der sächsischen Landeshauptstadt.

2016: bdp Frankfurt ist in der Finanzmetropole der jüngste Standort von bdp Deutschland.

Damals mussten wir ein Problem bewältigen, zu dem wir später Hunderte von Mandanten in unserem Kompetenzbereich „Unternehmensgründung und Unternehmensfinanzierung“ beraten sollten: Es war für zwei relativ junge Existenzgründer nicht so einfach, diesen Kaufpreis finanziert zu bekommen. Etliche Banken rieten uns, doch vielleicht zwei, drei Jahre später wieder vorzusprechen ... Letztlich glückte die Finanzierung zusammen mit der Dresdner Bank und der Bürgengemeinschaft Hamburg aber dennoch.

Unterlassene Due Diligence bringt junge Existenzgründer in Probleme

Die ersten Monate waren dann die schwierigsten, lernten wir doch auf die harte Tour, dass vor einem Unternehmenskauf eine Due Diligence unerlässlich ist. Eine solche Risikoprüfung vor einem Unternehmenserwerb führen wir als bdp heute regelmäßig bei vielen Unternehmenstransaktionen für unsere Mandanten durch. Aber wir hatten die Due Diligence, für die es damals eine solche Bezeichnung noch gar nicht gab, für unsere eigene Firma leider unterlassen. Und ohne diese Tiefen-Prüfung bemerkten wir erst in den Monaten nach der Übergabe, dass die vom Verkäufer versprochenen Mandanten und damit auch die Umsatzerlöse in der zugesagten Größenordnung gar nicht mehr komplett vorhanden waren. Unsere Nervosität wuchs mit abnehmendem Kontostand, und wäre es uns nicht geglückt, bereits im November und Dezember 1992 etliche größere Neumandate für unsere junge Kanzlei bdp zu gewinnen, wäre die hoffnungsvolle Existenzgründung wohl schon nach einigen Monaten zu Ende gewesen. So hatten wir jedoch das Glück weitermachen zu können und gewannen zwei Jahre später vor Gericht auch einen Teil des Kaufpreises zurück.

Dr. Jens-Christian Posselt und Friedrich W. Bormann am Hamburger Konferenztisch.

Mandanten wollen Rechtsberatung und Wirtschaftsprüfungen

Wir merkten relativ schnell, dass die Bedürfnisse unserer Mandanten nicht nur in der Steuerberatung lagen, sondern immer mehr Rechtsfragen auf den Tisch kamen und etliche Unternehmen ein formelles Abschlusstestat eines Wirtschaftsprüfers benötigten. So beschlossen wir, die ursprünglich reine Steuerkanzlei zu einer interdisziplinären Sozietät weiterzuentwickeln, in der Steuerberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer gemeinsam arbeiten. Dieser interdisziplinäre Ansatz war damals noch gar nicht so verbreitet, bietet aber den Mandanten den ungeheuren Effizienzvorteil einer „one stop agency“.

Mein Vater Friedrich W. Bormann mit seiner langjährigen Erfahrung als Rechtsanwalt in der internationalen Industrie bot uns seine Hilfe an und begann, die bdp-Rechtsabteilung aufzubauen, die heute einen wichtigen Bestandteil von bdp darstellt. Andreas Demant hatte gerade sein Wirtschaftsprüferexamen bestanden und begründete so die Wirtschaftsprüfungsabteilung von bdp, die im Laufe der Jahre ebenfalls stetig an Bedeutung für unsere Mandanten und uns gewann. Ich selbst war neben der Steuerberatung verstärkt in Privatisierungs- und Finanzierungsverhandlungen für unsere Mandanten eingebunden, aus denen wir dann später unsere doch recht große betriebswirtschaftliche Abteilung entwickelten.

Unternehmersymposium 2005: Andreas Demant und Friedrich W. Bormann

Beratungsbedarf bei Unternehmen in Ostdeutschland und Berlin

1992 war die Wiedervereinigung erst zwei Jahre her und es bestand in den neuen Bundesländern und in Berlin großer Beratungsbedarf von frisch privatisierten Unternehmen. Es gab Tage, da begegneten wir uns auf der Autobahn: Andreas Demant kam von einem Termin in Berlin nach Hamburg zurück und ich fuhr zu einem anderen Beratungsgespräch dorthin. Wir erkannten schnell, dass dies auf Dauer ineffizient war und geändert werden musste.

Dr. Michael Bormann eilt zu Mandanten

Dr. Michael Bormann checkt ein.

Zur Not tut es auch ein Fahrrad.

Marzahn statt Ku‘damm oder Unter den Linden

So entschlossen wir uns schon im Dezember 1992, ein erstes kleines Büro in Berlin aufzumachen. Wir gingen sehr bewusst nicht an eine der für Beratungskanzleien üblichen Adressen (Ku‘damm, Unter den Linden etc.), sondern in den damals noch wirklich rauen Osten, in die Rhinstraße im Ostberliner Bezirk Marzahn.

Unsere Mandanten in Berlin und in den neuen Ländern begrüßten diesen Schritt, war doch nun ihr bdp-Berater vor Ort und nicht nur einer der schon damals nicht so beliebten „Reisenden aus dem Westen“.

Diese Abfolge hat sich später bei unseren weiteren Büroeröffnungen stets ähnlich wiederholt: Wir haben Büros immer nur dort und dann eröffnet, wenn wir bereits einige Mandanten vor Ort gewonnen hatten. Wir glauben noch heute, dass diese Strategie richtig und deutlich risikoärmer ist, vor allem im Vergleich zu einer Neueröffnung von Standorten, bei denen man sich gar nicht sicher ist, ob man dort Mandanten oder Kunden gewinnen kann.

Münzwurf entscheidet über neuen Hauptwohnsitz

Andreas Demant und ich mussten nun aber entscheiden, wer von uns beiden schwerpunktmäßig für das Hamburger und wer für das Berliner Büro verantwortlich zeichnen sollte. Da wir beide ungefähr gleich viele Mandanten in Berlin und in den neuen Ländern betreuten, brachte uns ein reines Auszählen der Mandanten nicht weiter. Da ergab es sich, dass wir anlässlich einer Tagung in München in den noch heute roten Ledersesseln im dortigen Kempinski Airport Hotel saßen und wieder einmal über dieses Thema diskutierten. Die Argumente waren auf beiden Seiten gleich stark und wir merkten, dass es einen gewissen Entscheidungsdruck gab. Da holte Andreas Demant ein 5-Mark-Stück aus seiner Geldbörse und wir einigten uns schnell auf Kopf oder Zahl: So war schließlich nach knapp 30 Sekunden die Entscheidung gefallen, dass sich fortan mein Hauptwohnsitz in Berlin befinden würde.

Rechtsanwältin Frau Ulrike Dennert-Rüsken bei Gericht

bdp Berlin wächst rasant

Das bdp-Büro in Berlin wuchs in den darauffolgenden Jahren sehr schnell und wir haben die Integration von Ost und West im eigenen Unternehmen miterleben können: Wir hatten sehr schnell eine bunte Mischung von Mitarbeitern aus allen Regionen Deutschlands, die trotz unterschiedlicher Historie sehr schnell gut miteinander auskommen mussten und auch kamen. Das Büro in Berlin Marzahn wurde dann schnell zu eng und wir begaben uns auf die Suche nach einem neuen Standort. Dieser wurde allerdings ebenfalls ganz bewusst in Ostberlin gesucht und sollte auch kein etablierter Standardkanzlei-Sitz sein.

Die Wahl fiel 1995 auf ein fast fertiggestelltes Gebäude in der Danziger Straße 64 im Bezirk Prenzlauer Berg, dessen Bauherr, wie damals gang und gäbe, in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckte. Wir konnten mithilfe der Berliner Sparkasse diese Büroräume erwerben, endfertigstellen und am 28. Dezember 1995 dort einziehen. Die Sparkasse muss damals ein großes Vertrauen in uns gehabt haben, denn wir hatten ja noch beträchtliche Verbindlichkeiten aus dem Kanzleikauf nur drei Jahre zuvor. Heute ist unser Standort in Berlin Prenzlauer Berg das mit Abstand größte bdp-Büro und der Stadtteil hat sich von 1995 bis heute extrem positiv entwickelt. Das war damals aber so keineswegs absehbar.

Es folgten bald neue Standorte: bdp Rostock und bdp Schwerin

Es folgten weitere Standorte, so zum Beispiel 1995 das Büro bdp Rostock mit Steuerberaterin Dagmar Kusch als Partnerin, welches bereits vor vielen Jahren von uns zum bdp Lohnkompetenzzentrum ausgebaut wurde. In Rostock hat die Generationsnachfolge schon im vergangenen Jahr erfolgreich stattgefunden: Der Sohn von Dagmar Kusch, Herr Steuerberater Peter Beblein, ist nunmehr federführend bei bdp Rostock.

Gelungene Nachfolge bei bdp Rostock: Peter Beblein folgt auf Dagmar Kusch

bdp Schwerin: Marita Kungel und Matthias Baenz bieten Steuer- und Rechtsberatung in der Landeshauptstadt an.

1996 konnten wir mit Frau Steuerberaterin Marita Kungel bdp Schwerin gründen, die seither als Partnerin eigenverantwortlich mit Herrn Rechtsanwalt Matthias Baenz Steuer- und Rechtsberatung in der Landeshauptstadt anbietet.

Neue Partner und Mitarbeiter

Viele hoch motivierte und qualifizierte Partner konnten ebenfalls für bdp gewonnen werden, wie Frau Wirtschaftsprüfer und Steuerberaterin Martina Hagemeier zunächst in Hamburg und dann in Berlin, Steuerberater Rüdiger Kloth und der leider viel zu früh verstorbene Rechtsanwalt Martin Plett in Hamburg, Steuerberater Christian Schütze zunächst in Berlin und dann als Partner und Standortleiter in unserem 2011 in Potsdam eröffneten Büro.

Rüdiger Kloth

Martin Plett (†)

Martina Hagemeier

Christian Schütze

Ulrike Dennert-Rüsken als Rechtsanwältin und Steuerberaterin entwickelte ab 1996 in Berlin den Rechtsbereich als schlagkräftige Einheit weiter, der seit ihrer Pensionierung Ende 2011 erfolgreich von bdp-Partner Herrn Dr. Aicke Hasenheit geleitet wird.

Weitere Partner, teilweise im Anstellungsverhältnis, wie Herr Rechtsanwalt Dr. Jens-Christian Posselt und Frau Rechtsanwältin und Steuerberaterin Barbara Polley (beide bdp Hamburg Hafen), Frau Rechtsanwältin Anna Bauerochse in Berlin und die Geschäftsführer der bdp Management Consultants GmbH, die Herren Holger Schewe und Rainer Hübl, verstärkten im Laufe der Jahre erfolgreich unser Team und unsere Kompetenz.

Ulrike Dennert-Rüsken & Dr. Aicke Hasenheit

Dr. Jens-Christian Posselt & Silke Woschnik

Barbara Polley & Anna Bauerochse

Rainer Hübl & Holger Schewe

Als weitere deutsche Standorte kamen dann 2011 die Büros in Dresden sowie die bdp Immo Tax Steuerberatungsgesellschaft mbH mit Thomas Pracht in Neumünster sowie schließlich 2016 Frankfurt/Main dazu.

In Deutschland beschäftigen wir mittlerweile nahezu 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Rechtsberatung sowie betriebswirtschaftliche Beratung.

Experteninterview bei Bloomberg TV