Wie bdp im EuropeFides-Verbund grenzüberschreitende Mandate von mittelständischen Unternehmen persönlich, effizient und mit verlässlicher Expertise begleitet
EuropeFides ist ein von bdp mitbegründeter interdisziplinärer Verbund unabhängiger mittelständischer Steuerberatungs-, Wirtschaftsprüfungs-, Buchhaltungs- und Rechtsanwaltskanzleien. Ziel des Verbunds ist es, verlässliche Fachleute mit hoher fachlicher Kompetenz in ihren jeweiligen lokalen Märkten miteinander zu verbinden. So unterstützt EuropeFides seine Mitglieder dabei, Mandanten auch bei internationalen und grenzüberschreitenden Fragestellungen professionell zu begleiten.
Im Gespräch erläutern Dr. Michael Bormann, CEO der bdp Gruppe, und Sara Zimmermann, Senior Manager, bdp China Consulting, und neu gewähltes Mitglied des Boards von EuropeFides, wie internationale Zusammenarbeit im Verbund konkret funktioniert und welchen Mehrwert sie für mittelständische Mandanten schafft.
Herr Dr. Bormann, was macht EuropeFides aus Sicht von bdp besonders wertvoll?
Dr. Michael Bormann: EuropeFides verbindet unabhängige mittelständische Steuerberatungs- , Rechtsanwalts- und Wirtschaftsprüfungskanzleien über Ländergrenzen hinweg. Der besondere Wert liegt für uns in der Verbindung von fachlicher Qualität und persönlichem Vertrauen. Gerade für unsere mittelständischen Mandanten ist das entscheidend. Sie brauchen keine anonyme Großstruktur, sondern verlässliche Ansprechpartner, die ihre Situation verstehen und zugleich international handlungsfähig sind.
Was bedeutet das ganz konkret für Mandanten?
Dr. Michael Bormann: Mandanten erhalten auch bei grenzüberschreitenden Themen Zugang zu abgestimmter, verlässlicher Beratung vor Ort. Wenn in einem anderen Land steuerliche, rechtliche oder wirtschaftliche Unterstützung benötigt wird, können wir auf Partner zurückgreifen, mit denen wir bereits vertrauensvoll zusammenarbeiten. Das schafft Sicherheit, spart Zeit und verbessert die Qualität der Zusammenarbeit.
bdp Team bei EuropeFides in Amsterdam
Wo zeigt sich dieser Mehrwert besonders deutlich?
Dr. Michael Bormann: Am besten sieht man das in konkreten Projekten. Ein Beispiel war die Zusammenarbeit mit einer Partnerkanzlei in Italien. Dort ging es um grenzüberschreitende
Fragen rund um Buchhaltung und steuerliche Strukturierung. Wichtig war, Prozesse sauber aufeinander abzustimmen und Lösungen zu entwickeln, die sowohl den lokalen Anforderungen in Italien als auch der internationalen Gesamtstruktur des Mandanten gerecht werden. Für den Mandanten entstand daraus eine Beratung, die effizient, abgestimmt und praktikabel war.
Frau Zimmermann, Sie begleiten seit vielen Jahren internationale Projekte mit China-Bezug. Welche Rolle spielt EuropeFides dabei?
Sara Zimmermann: Gerade bei Investitionen in Drittländern zeigt sich der Nutzen eines belastbaren Netzwerks sehr klar. In einem Fall wandte sich eine Partnerkanzlei an bdp, um Unterstützung bei der Gründung einer Tochtergesellschaft eines bestehenden Mandanten in China zu erhalten. Gemeinsam konnten wir die richtigen Weichen für die Struktur, die steuerliche Ausgestaltung und die praktische Umsetzung stellen. Solche Projekte profitieren sehr davon, wenn fachliche Spezialisierungen und eingespielte Zusammenarbeit zusammenkommen.
Herr Dr. Bormann, auch bei M&A-Transaktionen scheint EuropeFides besonders relevant zu sein. Warum?
Dr. Michael Bormann: M&A-Projekte sind in der Regel zeitkritisch und inhaltlich sehr anspruchsvoll. Genau dort sind eingespielte internationale Kooperationen ein echter Vorteil. Gemeinsam mit einer Partnerkanzlei aus Polen haben wir beispielsweise einen Mandanten bei einer geplanten Unternehmensakquisition in Deutschland begleitet. Von der ersten Strukturierung über die Due Diligence bis hin zu Verhandlung, Signing und Closing war die enge Abstimmung zwischen den beteiligten Beratern entscheidend. In solchen Situationen kommt es darauf an, dass Teams in unterschiedlichen Ländern nicht nebeneinander arbeiten, sondern wirklich gemeinsam.
EuropeFides General Meeting Amsterdam 2026
Frau Zimmermann, EuropeFides lebt aber nicht nur von einzelnen Mandaten. Was macht den Austausch im Netzwerk darüber hinaus wertvoll?
Sara Zimmermann: Der laufende fachliche Dialog ist ein ganz zentraler Teil, denn es geht aber nicht nur darum, Empfehlungen weiterzugeben, sondern auch darum, wirtschaftliche Entwicklungen gemeinsam einzuordnen und daraus praktische Lösungen zu entwickeln. Das zeigt sich beispielsweise bei Fragen zur Global Mobility, bei steuerlichen Entwicklungen in verschiedenen Ländern, bei gemeinsamen Veröffentlichungen oder auch beim Einsatz von KI in der Beratung. Entscheidend ist, dass dieser Austausch konkret, praxisnah und für alle Seiten nützlich bleibt.
Sie sind neu in das Board von EuropeFides gewählt worden. Was bedeutet diese Rolle für Sie?
Sara Zimmermann: Ich sehe darin vor allem die Chance, den Austausch innerhalb von EuropeFides aktiv mitzugestalten und Themen einzubringen, die für unsere Mandanten und Partner künftig besonders relevant sind. Gerade bei internationalen Projekten braucht es oft mehr als nur steuerliches oder rechtliches Fachwissen. Man muss auch Erwartungen, Arbeitsweisen, kulturelle Unterschiede und Systeme übersetzen können.
Technologie kann vieles unterstützen, aber sie ersetzt keine belastbaren Beziehungen. Zeit, die man in den persönlichen Austausch investiert, ist deshalb keine Nebensache, sondern eine echte Investition in Qualität und Zusammenarbeit, um praxisnahe Lösungen zu entwickeln. Daran möchte ich mitwirken.
Herr Dr. Bormann, was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste Stärke von EuropeFides?
Dr. Michael Bormann: Dass aus dem Zusammenschluss weit mehr entsteht als reiner Wissenstransfer. Wir profitieren gemeinsam mit unseren Mandanten von nachhaltigen, stabilen Arbeitsbeziehungen, aus denen immer wieder neue Ideen, Projekte und Geschäftsansätze entstehen können. Genau das macht EuropeFides für uns in der Praxis so wertvoll.
Und wie wird man Mitglied bei EuropeFides?
Sara Zimmermann: Neue Mitgliedskanzleien kommen häufig über Empfehlungen aus dem bestehenden Netzwerk zu uns, etwa wenn in einem Land, in dem EuropeFides noch nicht vertreten ist, ein passender neuer Partner gesucht wird. Gleichzeitig ist EuropeFides kein abgeschlossener Kreis. Wir lernen auch Kanzleien kennen, die sich selbst bei uns vorstellen und den Austausch suchen. Entscheidend ist aus EuropeFides Sicht nicht Exklusivität, sondern ob die fachliche Qualität, die unternehmerische Haltung und der persönliche Ansatz gut passen.
EuropeFides ist heute in über 20 Ländern vertreten, mit Partnern in Europa und darüber hinaus. Gerade in Osteuropa gibt es viel interessantes Potenzial und wir würden uns freuen, dort mit weiteren passenden Kanzleien ins Gespräch zu kommen.
Weitere Informationen zu EuropeFides finden Sie hier: www.europefides.eu