Für die Verkäuferseite übernehmen wir in M&A-Projekten oft die Projektsteuerung. Ziel ist es, die Komplexität des Verfahrens zu strukturieren und den Unternehmer zu entlasten.
Der Verkauf von Geschäftsanteilen ist ein anspruchsvoller und meist mehrmonatiger Prozess. In der Praxis bewegt er sich häufig in einem Zeitraum zwischen sechs und achtzehn Monaten. Er verläuft in mehreren Etappen, bringt unterschiedliche Gesprächspartner zusammen und enthält zahlreiche potenzielle Stolperfallen. Deshalb empfiehlt es sich in der Regel, erfahrene Beratungsunternehmen einzubinden.
bdp verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Begleitung sowohl von Käufern als auch von Verkäufern. Auf Verkäuferseite übernehmen wir meist die Projektsteuerung. Ziel ist es, die Komplexität des Verfahrens zu strukturieren und den Unternehmer zu entlasten, denn das operative Geschäft muss parallel weitergeführt werden.
Beginn mit der Unternehmensbewertung
Am Anfang steht eine indikative Unternehmensbewertung. Sie dient dazu, einen realistischen Wertebereich für den möglichen Verkaufspreis zu ermitteln. In der Praxis zeigen sich hier häufig überhöhte Erwartungen, die aus der unternehmerischen Perspektive verständlich sind, sich jedoch nicht immer im Markt abbilden lassen.
Die Bewertung ist zugleich ein Analyseinstrument. Sie macht sichtbar, ob vor dem Verkaufsprozess noch wertsteigernde Maßnahmen sinnvoll umgesetzt werden können. Grundlage hierfür ist insbesondere eine belastbare Planungsrechnung des Unternehmens. Diese muss einer kritischen Prüfung standhalten. Unerwartet stark steigende Plangewinne erzeugen regelmäßig Erklärungsbedarf, während bereits eingeleitete und nachvollziehbare Maßnahmen Vertrauen schaffen. Eine solide Bewertung zu Beginn verhindert spätere Abbrüche des Prozesses aufgrund unvereinbarer Preisvorstellungen.
Vorbereitung der Investorenansprache
Auf Basis der Bewertung folgt die Vorbereitung der Investorenansprache. Hier recherchieren wir potenzielle Käufer und entwickeln gemeinsam mit dem Verkäufer eine abgestimmte Interessentenliste. Diese kann entlang der Wertschöpfungskette entstehen, also bei Kunden oder Lieferanten, sich auf Wettbewerber beziehen oder Finanzinvestoren einbeziehen.
Aus dieser Recherche entsteht zunächst eine umfassende Longlist möglicher Interessenten, die anschließend gemeinsam mit dem Verkäufer zu einer fokussierten Shortlist verdichtet wird. Parallel wird ein anonymisiertes Kurzporträt, der sogenannte Teaser, erstellt. Dieses Dokument beschreibt das Unternehmen so, dass Interesse geweckt wird, ohne die Identität preiszugeben. Ergänzend wird ein ausführliches Informationsmemorandum erarbeitet, das wirtschaftliche, organisatorische und strategische Aspekte detailliert darstellt.
Erste Ansprache und Rückmeldungen
Die eigentliche Ansprache erfolgt zunächst auf Basis des anonymisierten Kurzporträts. Ziel ist es, Aufmerksamkeit zu erzeugen, ohne das Unternehmen frühzeitig offenzulegen. Die Rückmeldungen aus dieser Phase liefern wichtige Hinweise zur Marktresonanz.
Interessenten, die vertieftes Interesse zeigen, erhalten Vertraulichkeitsvereinbarungen. Erst nach deren Unterzeichnung wird das ausführliche Informationsmemorandum versendet. Dadurch bleibt die Vertraulichkeit gewahrt und gleichzeitig wird sichergestellt, dass nur ernsthafte Interessenten Zugang zu sensiblen Informationen erhalten.
Aufbau des Datenraums und Einholung erster Angebote
In der nächsten Phase wird ein elektronischer Datenraum vorbereitet. Dort werden sämtliche relevanten Unterlagen zusammengestellt, etwa Jahresabschlüsse, rechtliche Dokumente, steuerliche Informationen sowie kaufmännische und technische Unterlagen. Die strukturierte Aufbereitung dieser Dokumente erleichtert die spätere Prüfung erheblich.
Auf Grundlage der bereitgestellten Informationen geben Interessenten unverbindliche Angebote beziehungsweise Absichtserklärungen ab. Diese sogenannten Non Binding Offers erlauben eine erste Einschätzung der Preisvorstellungen und der geplanten Transaktionsstruktur.
Due Diligence und Verhandlungen
Nach Auswahl der geeigneten Interessenten folgt die Due Diligence. In dieser Phase prüfen die potenziellen Käufer das Unternehmen detailliert. Wir begleiten diesen Prozess eng, koordinieren Fragen und Antworten und ergänzen den Datenraum fortlaufend um weitere Informationen.
Darauf aufbauend unterstützen wir die Verhandlungen zum Kaufpreis und zur Transaktionsstruktur. Ziel ist eine ausgewogene Lösung, die sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch praktisch umsetzbar ist. Anschließend werden verbindliche Angebote eingeholt und die Vertragsverhandlungen begleitet, einschließlich rechtlicher und steuerlicher Abstimmung.
Zusammenarbeit mit dem Verkäufer und internationale Ansprache
bdp übernimmt einen wesentlichen Teil der Tätigkeiten, doch ganz ohne Mitwirkung des Verkäufers ist ein Transaktionsprozess nicht möglich. Einzelne Leistungen können je nach Projektumfang auch separat beauftragt werden. Vor Beginn wird daher ausführlich abgestimmt, welche Unterstützung gewünscht ist und ob die Ansprache potenzieller Käufer auch international erfolgen soll. Für internationale Prozesse stehen eigene Auslandsbüros, ein Netzwerk und spezifische Kontakte zur Verfügung.
Die emotionale Dimension
Gerade im Mittelstand hat der Verkauf häufig auch eine persönliche Komponente. Für viele Unternehmer geht es um ein über Jahre oder Jahrzehnte aufgebautes Lebenswerk, das in gute Hände übergeben werden soll. Neben wirtschaftlichen Aspekten spielt deshalb die Auswahl des passenden Käufers eine wichtige Rolle. In solchen Situationen übernimmt bdp auch eine moderierende Funktion zwischen den Parteien.
Am Ende bleibt die Preisfrage zentral. Weichen die Vorstellungen von Käufer und Verkäufer zu stark voneinander ab, scheitert der gesamte Prozess häufig unabhängig vom bisherigen Aufwand. Deshalb steht die fundierte Unternehmensbewertung bewusst am Anfang der Zusammenarbeit. Sie schafft Orientierung, reduziert Fehlentwicklungen und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Abschlusses.
Unser Angebot
bdp versteht sich als Begleiter, der Struktur schafft, Belastung reduziert und Orientierung gibt. Ziel ist nicht nur ein Vertragsabschluss, sondern ein nachvollziehbarer und für alle Seiten tragfähiger Übergang. Sprechen Sie uns rechtzeitig an.