China Investments: bdp Fachforum in Hamburg am 23. November 2016

Das Motto „Die Seidenstraße ist keine Einbahnstraße“ lockte unsere Gäste in den renommierten Business Club Hamburg an der Elbchaussee zu interessanten Vorträgen, einem Überraschungsgast und inspirierenden Gesprächen, die von einem kulinarischen Rahmenprogramm begleitet wurden.

bdp hatte eingeladen, um die Seidenstraße, die Europa und China wieder neu verbindet, von beiden Enden her zu betrachten. Dr. Michael Bormann berichtete über den Weg, als Deutscher ein Unternehmen in China zu betreiben. Von der Besonderheit einer „VAT-Machine“ über das Controlling der Niederlassung bis zur Finanzierung von Investitionen in China, zog der erfahrene Berater Bormann die Zuhörer in seinen Bann.

Seine Sicht wurde bestärkt durch den Vortrag von Jörg Wiegand, der die Fa. Schlote (Harsum) auf dem Weg nach China begleitet. Dabei wurde klar, dass es vom ersten Spatenstich bis zum ersten vor Ort gefertigten Produkt viele Hürden zu übersteigen gibt - und dass das nur geht, wenn man die Gewässer kennt, in denen man sich bewegt. Sonst kann man nicht erfolgreich sein. Dabei vertraut die Schlote Gruppe auch auf die Kompetenz von bdp und den Mitarbeitern in Tianjin.

Überraschungsgast des Abends war Kai-Markus Zahn - der Mann, der von Deutschland nach China laufen will (www.runmysilkroad.com)! Ein unglaubliches Unterfangen - aber je mehr die Zuschauer von den akribischen Vorbereitungen und der Selbstdisziplin erfuhren, desto mehr waren sie überzeugt: Er kann es schaffen!

Nachdem in den beschriebenen Beiträgen der Weg nach China geschildert wurde, erläuterten Dr. Jens-Christian Posselt und sein Rechtsanwaltskollege Nicolina Gentile aus Italien den Weg chinesischer Investoren nach Europa. Nachdem die chinesische Regierung sich nicht nur den ausländischen Investoren geöffnet hat, sondern die eigenen Unternehmer ermutigt, selbst im Ausland zu investieren, steigt die Zahl der Investitionen aus China kontinuierlich.

Die Referenten machten klar, dass nicht nur wohlklingende Namen wie Kuka oder Osram im Fokus stehen, sondern auch die vielen „hidden champions“ des Mittelstandes sehr begehrt sind. Neu dürfte vielen die Erkenntnis gewesen sein, dass sich Investoren auch den Start-ups zuwenden, die vorbei an den etablierten Größen in ihrer Branche die Chance für Erneuerungen bieten.

Das Fazit des Abends? Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg braucht Geduld und damit auch Zeit - und die nahmen sich die Gäste ausgiebig, um im internationalen Umfeld der Veranstaltung Ideen, Eindrücke und Visitenkarten auszutauschen.