Der Euro verliert aktuell gegenüber dem chinesischen Renminbi. Wir erläutern, wie Sie Währungsrisiken im Handel mit China einfach und günstig absichern können.

Wer regelmäßig mit chinesischen Partnern handeln benötigt für stabile Margen ein professionelles Management von Wechselkursrisiken. Für Unternehmen mit einer Niederlassung oder Tochtergesellschaft in China ist die Absicherung über chinesische Banken eine attraktive Option.

Irankrieg bringt Devisenmärkte in Bewegung

Die geopolitischen Spannungen rund um den Krieg im Iran haben nicht nur Auswirkungen auf Energiepreise und internationale Handelsrouten. Auch die internationalen Devisenmärkte geraten zunehmend in Bewegung. Besonders sichtbar ist dies derzeit im Verhältnis zwischen dem Euro und dem chinesischen Renminbi (RMB).

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern versucht die chinesische Regierung, den starken Anstieg der Öl- und Gaspreise zumindest teilweise durch eine Aufwertung ihrer Währung zu kompensieren. Ein stärkerer Renminbi kann dazu beitragen, importierte Energie günstiger zu machen und so den wirtschaftlichen Druck auf China zu reduzieren.

Für europäische Unternehmen hat diese Entwicklung jedoch unmittelbare Folgen.

Euro verliert innerhalb weniger Tage rund fünf Prozent

Innerhalb kurzer Zeit hat der Euro gegenüber dem Renminbi etwa fünf Prozent an Wert verloren. Der Wechselkurs bewegte sich von rund 8,3 RMB pro Euro auf etwa 8,0 RMB pro Euro.

Für viele europäische Exportunternehmen kann eine solche Bewegung bereits einen erheblichen Teil der Gewinnmarge aufzehren. Besonders betroffen sind Firmen mit langfristigen Lieferverträgen oder mit Preisen, die ursprünglich in Euro kalkuliert wurden.

Währungsabsicherung wird für Unternehmen zur zentralen Frage

Vor diesem Hintergrund rückt für Import- und Exportunternehmen die Frage der Währungsabsicherung stärker in den Fokus. In Europa gilt dieses Instrument jedoch häufig als komplex und relativ teuer.

Banken verlangen nicht selten Provisionen von zwei bis drei Prozent der abgesicherten Summe. Zusätzlich fordern viele Institute eine Sicherheitsleistung („Deposit“), die häufig 25 Prozent oder mehr des abgesicherten Betrages ausmachen kann.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass viele Absicherungsmodelle zeitpunktbezogen sind. Das bedeutet, dass ein bestimmter Betrag nur für einen exakt festgelegten Termin abgesichert werden kann.

Für viele Importgeschäfte ist das problematisch, da Unternehmen in der Praxis häufig mehrere Rechnungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten in chinesischen RMB begleichen müssen.

Vorteile bei Absicherung über chinesische Banken

Für Unternehmen mit einer Niederlassung oder Tochtergesellschaft in China existieren jedoch alternative Möglichkeiten. Einige Banken in China bieten Währungsabsicherungen mit deutlich geringeren Gebühren an – häufig zwischen nahezu null und maximal 0,1 bis 0,2 Prozent der abgesicherten Summe.

Darüber hinaus sind diese Modelle häufig zeitraumbezogen. Innerhalb eines vorher festgelegten Zeitraums – beispielsweise zwei Monate – können Unternehmen flexibel Teilbeträge aus der abgesicherten Summe nutzen, um mehrere Rechnungen zu begleichen.

Gerade für Firmen, die regelmäßig mit chinesischen Partnern handeln, wird ein professionelles Management von Wechselkursrisiken damit zu einem entscheidenden Faktor für stabile Margen im internationalen Geschäft.

Wenn Sie Fragen zur Absicherung von Währungsrisiken im Handel mit China haben, sprechen Sie uns gerne an.