Welche Neuausrichtungen bringt der Regierungsentwurf des Gesetzes zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts („SanInsFoG-RegE“)?

Wann und wo?

17. November 2020 ab 16 Uhr als Webseminar

Anmeldung

Anmeldung mit GoToWebinar (externer Link) 

Was plant der Gesetzgeber?

In Umsetzung der europäischen Restrukturierungsrichtlinie und getrieben durch die COVID-19-Pandemie hat die Bundesregierung mit der Vorlage des Regierungsentwurfs des Gesetzes zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts („SanInsFoG-RegE“) die größte Veränderung des deutschen Insolvenz- und Restrukturierungsrechts seit Inkrafttreten der InsO im Jahr 1999 angestoßen. 

Und Obacht: Verging bei der letzten größeren Reform, dem Ende 2011 verabschiedeten Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) zwischen Referentenentwurf und Verkündung noch ein gutes Jahr, soll es jetzt sehr schnell gehen: Das SanInsFoG soll bereits zum Januar 2021 in Kraft treten!

Damit Sie wissen, was bei dieser einschneidenden Umwälzung des Sanierungs- und Insolvenzrechts auf Sie zukommt, laden wir Sie ein zu einem Webinar am 17. November 2020 ab 16 Uhr

Ihre Referenten sind:

Dr. Michael Bormann: Steuerberater und seit 1992 bdp-Gründungspartner.

Dr. Jens-Christian Posselt: Rechtsanwalt bei bdp Hamburg Hafen

Was sind die Kernpunkte der Reform?

Zentral ist, dass ein gesetzlicher Rahmen für ein vor- bzw. außerinsolvenzliches Sanierungsverfahren geschaffen werden wird. Im Rahmen eines sogenannten Restrukturierungsplans und mit einem Verfahren, das stark an das Insolvenzplanverfahren angelehnt ist, sollen Krisenunternehmen ermuntert werden, möglichst frühzeitig gesetzlich normierte Verfahren für die Sanierung in Anspruch zu nehmen. Diese Verfahrensweise kann durchaus Charme haben, denn sie gilt nicht als offizielles Insolvenzverfahren, welches im Handelsregistereintrag der Gesellschaft für jedermann einsehbar ist und spätere Finanzierungen erheblich erschwert.

Massive Ausweitung der Geschäftsführerhaftung

Die Reform wird weitgehende Änderungen der Insolvenzordnung und einer Vielzahl weiterer Gesetze mit sich bringen. Dabei sticht heraus, dass die Haftung des Geschäftsführers massiv ausgeweitet werden soll, indem bereits im Stadium der drohenden Zahlungsunfähigkeit Pflichten zum Schutz der Gläubiger begründet werden, wie sie bisher erst nach Eintritt der Insolvenzreife bestanden. Damit steigt das Risiko der Inanspruchnahme durch Gläubiger und insbesondere durch einen späteren Insolvenzverwalter enorm.

Hier hat der Gesetzgeber in dem Willen, möglichst frühzeitig eine regulierte Verfahrensweise für die Abwicklung von Krisenunternehmen zu erzwingen, unseres Erachtens weit über das Ziel hinaus geschossen und die Risiken für Geschäftsführer in Deutschland nunmehr vollends unkalkulierbar gemacht.

Über uns

bdp ist als Kanzlei seit über 20 Jahren in der Restrukturierung und Sanierung von Unternehmen im rauen Fahrwasser erfolgreich tätig und möchte Ihnen mit dieser Erfahrung den neuen Gesetzesentwurf für Unternehmer und Praktiker näher erläutern und kommentieren.

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