bdp unterstützt Traditionsunternehmen sowohl bei Sanierung als auch bei Regelung und Finanzierung der Nachfolge.

Als Stefan Kähning 2011 zum Geschäftsführer des traditionellen Ahrensburger Unternehmens Pfankuch Maschinen GmbH bestellt wurde, ahnte er nicht, was auf ihn zukam. Unmittelbar nach Amtsübergabe und einem ersten Blick in die Bücher stellte sich heraus: Die Zahlen stimmten nicht! Statt einer schwarzen Null im Jahr 2010 musste das Unternehmen bei einem Jahresumsatz von rund 6 Mio. Euro einen Verlust von 1,6 Mio. Euro vermelden. Der strikte Sanierungskurs führte geradewegs in die Unternehmensnachfolge, die ebenfalls geregelt werden musste. Beides gelang ihm mit Unterstützung von bdp.

Firmengründer Claus Pfankuch, Jahrgang 1937, war seinerzeit noch rüstig genug, um seinen Betrieb, der Verpackungsmaschinen für Folien und spezielle Folienverpackungen herstellte, zu führen. Im Jahr der Finanzkrise, 2009, machte das Unternehmen 350.000 Euro Verlust doch bereits ein Jahr später hatte sich dieser Verlust mehr als vervierfacht. Die Sparkasse Holstein, Hausbank von Pfankuch, zog die Reißleine und wollte das Unternehmen nötigenfalls auch in die Insolvenz schicken, was sie auch zweimal androhte. Die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen des gerade neu berufenen Geschäftsführers Stefan Kähning, wie etwa die Einführung eines hausinternen Controllings, Vor- und Nachkalkulationen, Bestandsmanagement und Zahlungsvereinbarung mit den Lieferanten ließen die Sparkasse Holstein einlenken und dem neuen Geschäftsführer eine Liste mit drei Sanierungsexperten zukommen.

Kähning entschied sich für die bdp Venturis Management Consultants GmbH aus Hamburg, die seit Jahren erfolgreich Restrukturierungsprojekte in der Region durchführen, und bekam wertvolle Unterstützung. „Wir haben eine Fortführungsprognose erstellt und die Bankenrunden moderiert“, schildert Barbara Klein von bdp, die Aufgabenfelder. „Die Verhandlungen mit den Banken wurden sehr professionell geführt und zielgerichtet vorangetrieben. „Da hatte ich wenig Erfahrung“, so Kähning. Dank dieser Entlastung konnte sich der Geschäftsführer um neue Märkte im Ausland, um neue innovative Maschinen und Produkte im Bereich der Folienherstellung und vor allem die Motivation seiner knapp 40 Mitarbeiter kümmern.

Das erwies sich als großer Vorteil, denn die Sparkasse Holstein drückte auch bei der Unternehmensnachfolge aufs Tempo und knüpfte die Fortführung ihres Engagements an die Übernahme des Unternehmens durch Stefan Kähning. Gemeinsam mit bdp wurde der Kaufpreis ermittelt. Dr. Michael Bormann, der hier bei den Verkaufsverhandlungen mit von der Partie war, resümiert: „Meistens ist es so, dass der Verkäufer etwas zu hohe Vorstellung vom Preis hat. Das war auch hier der Fall.“ Hier gelang es, gemeinsam eine Lösung zu finden. Kähning übernahm 51 Prozent der Anteile, drei seiner Mitarbeiter 24,1 Prozent. Firmengründer Claus Pfankuch und seine Frau halten noch 24,9 Prozent der Anteile. Öffentliche Fördermittel oder staatliche Bürgschaften zur Finanzierung der Anteile nahm Nachfolger Kähning nicht in Anspruch. Das schnelle Handeln führte zu stetig wachsenden Auftragseingängen und damit langsam zu einer Verbesserung der Gesamtsituation. So konnte in dieser Phase auch die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft des Landes Schleswig-Holstein (MBG) als stiller Teilhaber gewonnen werden. Nun will Stefan Kähning das Traditionsunternehmen auf Wachstumskurs bringen. Von derzeit 6 Mio. Euro soll die Pfankuch Maschinen GmbH in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf einen zweistelligen Millionenumsatz wachsen.

Fazit:

Eine harte Restrukturierung bietet auch die Chance, gleich eine ungeklärte Nachfolgeregelung zu lösen. Im Falle von Stefan Kähning gelang es durch die professionelle Unterstützung von bdp, sowohl harte Bankenrunden als auch die Finanzierung des Kaufpreises mit ein und demselben Kreditinstitut, der Sparkasse Holstein, erfolgreich abzuwickeln.